Florenz

Agrarland ist ein knappes Gut

Brüssel |

„Spekulationen dürfen Land nicht unerschwinglich machen“, sagt Karl-Heinz Florenz (CDU)

Diese Woche hat sich die Intergruppe Biodiversität, Jagd und ländliche Aktivitäten des Europäischen Parlaments mit der Frage beschäftigt, wie Landwirten der Zugang zu Land erleichtert werden kann. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter und Präsident der Intergruppe, erklärt: „In einer ländlich geprägten Gegend, wie dem Niederrhein, wissen die Menschen längst, dass Boden ein knappes Gut ist. Es ist aber nicht jedem klar, dass durch Versiegelung und Verstädterung immer mehr Agrarflächen verloren gehen. Gleichzeitig ist die Ware "Land" ins Interesse internationaler Investoren gerückt, was zu einem enormen Preisanstieg geführt hat und es Jungbauern schwerer macht, in der Landwirtschaft Fuß zu fassen. Aber auch die klassische Hofnachfolge durch die nächste Generation ist in diesem Umfeld keine Selbstverständlichkeit mehr.“

Das Europäische Parlament beschäftigt sich gerade mit der Frage, wie Landwirten der Zugang zu Land erleichtert werden kann. Noch im Frühjahr möchte das Parlament seine Empfehlungen aussprechen.

Karl-Heinz Florenz begrüßt diesen Bericht des Europaparlaments: „Wir müssen dringend klären, ob teils auch staatliche Banken hinter den internationalen Investoren stecken, die Agrarland in erster Linie als Finanzanlage verstehen. Wenn in unseren Nachbarländern Großinvestoren gleich Hunderte Hektar Land kaufen, könnten die wettbewerbsverzerrenden Auswirkungen bis an den Niederrhein zu spüren sein! Da der Erhalt landwirtschaftlich genutzter Flächen aber nicht nur für die Bauern, sondern auch den Wasserhaushalt, das Klima und die Biodiversität von lebenswichtiger Bedeutung ist, sollte das Thema stets in seiner gesamten, sozioökonomischen Bedeutung betrachtet werden.“

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