Florenz

Auch die Landwirte müssen leben!

Neukirchen-Vluyn |

EU plant Verbot unlauterer Handelspraktiken in der Lebensmittelkette

Die Europäische Kommission hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, mit dem unlautere Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette verboten werden sollen. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein und selbst Landwirt, begrüßt diesen Vorschlag sehr: „Landwirtschaftliche Betriebe und kleine Lebensmittelunternehmen sind allzu oft dem Druck der großen Einzelhandelsketten ausgesetzt, da sie auf deren Vertriebswege angewiesen sind, um ihre Erzeugnisse an die Verbraucher zu bringen. Auch Landwirte am Niederrhein kennen das Problem. Es kann aber nicht sein, dass ein Liter Milch weniger kostet als ein Liter Mineralwasser. Natürlich haben die unterschiedlichen Marktteilnehmer unterschiedlich starke Verhandlungspositionen, aber auch die Landwirte müssen leben können. Dass wir uns nun auf europäischer Ebene für ein Ende dieser fast schon Ausbeuterei und für mehr Fairness einsetzen, unterstütze ich daher.“

Der neue Vorschlag legt Mindeststandards für das Geschäftsgebaren fest und eröffnet Möglichkeiten, Beschwerden besser durchzusetzen. Werden Verstöße festgestellt, so können die nationalen Behörden abschreckende Sanktionen verhängen. Der Vorschlag enthält auch eine Liste mit unlauteren Handelspraktiken, die künftig verboten werden sollen, dazu gehören: verspätete Zahlungen für verderbliche Waren, Auftragsstornierungen in letzter Minute und einseitige oder rückwirkende Vertragsänderungen. Den Mitgliedstaaten steht außerdem frei, zusätzliche Maßnahmen zur Gewährleistung fairer Geschäftspraktiken zu ergreifen.

Das Europäische Parlament und der Ministerrat werden sich nun ausführlich mit dem Vorschlag der Kommission befassen. Mehr Informationen finden Sie hier: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-18-2702_de.htm

 

 

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