Florenz

Energieeffiziente Gebäude sind gut fürs Klima und die Geldbörse

Brüssel |

"Der Gebäudebereich muss liefern", sagt Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein und langjähriger Umweltpolitiker, nach der heutigen Abstimmung über die Gebäudeeffizienzrichtlinie im Umweltausschuss. "Der Endenergieverbrauch privater Haushalte in Europa ist mit knapp 25 Prozent ungefähr gleich groß wie der der europäischen Industrie mit knapp 26 Prozent. Im Gebäudesektor ist bisher aber im Vergleich wenig passiert, hier müssen die Mitgliedstaaten mehr Ehrgeiz an den Tag legen. Denn wir schützen damit nicht nur das Klima und senken die Energiekosten für die Verbraucher, sondern reduzieren auch unsere Abhängigkeit von russischem Gas. Eine Win-Win-Situation für alle", führt Florenz weiter aus.

"Bis 2050 sollten wir daher auf einen sehr energieeffizienten und klimaneutralen Gebäudebestand hinwirken. Dafür gab es heute eine mehrheitliche Unterstützung im Ausschuss", so Florenz.

"Energieeffizienzmaßnahmen bieten auch eine große Chance für unsere Wirtschaft. Die Kommission erwartet sich bis zu 200.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Europa bis 2030 und das gerade in der krisengeschüttelten Baubranche. Großes Potenzial besteht vor allem für KMU und die Schaffung lokaler Arbeitsplätze", führt Florenz weiter aus.

Um Sanierungen anzustoßen, fehle es allerdings manchmal an nötiger finanzieller und technischer Unterstützung und Beratung: "Finanzierungsmechanismen und finanzielle Anreize, wie dies in Deutschland durch Förderprogramme bereits gut funktioniert, sollten in den Mitgliedstaaten künftig eine zentrale Rolle einnehmen. Wir müssen private Gelder mobilisieren und Investitionen in Energieeffizienz für Großinvestoren lukrativ und attraktiv machen. Hierauf haben wir uns heute auch verständigt", sagt Florenz.

Zurück