Florenz

EU-Interessen vor britischen Interessen

Neukirchen-Vluyn |

Umfrage zu Brexit: Interessen der verbleibenden Staaten für Mehrheit der Bürger oberstes Ziel

„Die große Mehrheit der Bürger erwartet, dass bei den Brexit-Verhandlungen die Interessen der verbleibenden 27 EU-Mitgliedstaaten im Vordergrund stehen, und nicht etwa der Aufbau neuer privilegierter Wirtschaftsbeziehungen mit Großbritannien nach dem Brexit. Das Europäische Parlament hat genau dies auch schon in den vergangen Wochen klar gemacht, denn die Interessen der EU-Bürger stehen für uns an oberster Stelle. Die Volksvertretung muss aktiv beteiligt werden und wird einem Austrittsabkommen, das nicht im Sinne der EU27 ist, nicht zustimmen", kommentiert Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein, die Ergebnisse einer Brexit-Umfrage, die von seiner Fraktion, der Europäischen Volkspartei, in Auftrag gegeben wurde.

„Zweite Priorität ist, dass offene Rechnungen gezahlt und zugesagte Zahlungen eingehalten werden. Nach manchen Berechnungen könnte Großbritannien der EU rund 60 Milliarden Euro überweisen müssen. Es geht um zugesagte Gelder für Förderprojekte, verschiedene EU-Strukturfonds, Pensionsansprüche der Beamten und Haftung für gemeinsame Schulden. Die Kosten für die wirtschaftlichen Folgen sowie die Frage, wer für die notwendige Überprüfung und Anpassung von rund 21.000 Regelungen aufkommen wird, sind da noch nicht miteingerechnet", so Florenz.

Die ganze Umfrage mit weitere Zahlen finden Sie hier: http://www.euractiv.com/wp-content/uploads/sites/2/2017/05/EPP_Brexit_Poll.pdf

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