Florenz

EU-Parlament setzt sich für Zugang zu Arzneimitteln ein

Brüssel |

Alle Patienten in Europa haben das Recht auf die beste Behandlung

Der Gesundheitsausschuss im Europäischen Parlament nahm heute seine Empfehlungen für einen besseren Zugang zu Arzneimitteln für alle europäischen Patienten an. Gute Gesundheitsversorgung und Gesundheitsschutz stellen ein Grundrecht für unsere Bürger dar. Die EU versucht daher stets, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden und die Forschungsförderung zu erhöhen. "Krebs, Alzheimer, Diabetes und andere chronische Krankheiten steigen an. Gleichzeitig erhöhen sich auch die Gesundheitskosten, was unsere Gesundheitssysteme gefährdet. Wir müssen sie daher für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen wappnen", sagt Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter und zuständiger Berichterstatter für die EVP-Fraktion.

"Nachhaltigkeit ist das Stichwort auch im Gesundheitsbereich und hier kommt unter anderem die Bewertung neuer Gesundheitstechnologien, das sogenannte HTA, ins Spiel. Mit HTA wird der Zusatznutzen eines neuen Medikaments zu einem bereits auf dem Markt befindlichen Medikament untersucht. Die Qualität der Innovation, also der tatsächliche Mehrwert für den Patienten, sollte für die Preisfestsetzung ausschlaggebend sein. So belohnt man tatsächliche Innovationen, was einen zusätzlichen Anreiz für die forschende Pharmaindustrie mit sich bringt", so Florenz, der sich engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten im Bereich HTA wünscht und sich für ein europäisches HTA-System ausspricht.

"Natürlich müssen Medikamente auch leistbar sein und so schnell wie möglich für die Patienten zur Verfügung stehen. Kritik hagelt es vor allem wegen des Patentsystems. Die europäische Pharmaindustrie ist ein wichtiger, innovativer und wettbewerbsfähiger Sektor in Europa. Patente und der Schutz des Geistigen Eigentums haben in vielen Krankheitsbereichen zu enormen Behandlungsfortschritten geführt. Es ist jedoch auch richtig, dass viele Krankheiten nach wie vor vernachlässigt werden, wie z.B. Antibiotikaresistenzen, die massiv ansteigen. Daher müssen wir auch in Zukunft die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize für die Pharmaindustrie setzen. Denn es geht um unsere Patienten. Es geht um unsere Gesundheit", so Florenz abschließend.

Die endgültige Position des Europäischen Parlaments wird im März 2017 beschlossen.

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