Florenz

Fipronil-Einsatz in Hühnerställen: „Ein krimineller Akt“

Straßburg |

In Straßburg hat ein Austausch zwischen dem Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments und dem zuständigen EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis stattgefunden. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein und Gesundheitspolitiker erklärt: „Je mehr wir erfahren, desto klarer wird: bei der Verwendung des verbotenen Insektizids Fipronil handelte es sich um einen kriminellen Akt der aufs Schärfste sanktioniert werden muss. Selbst das beste Schnellwarnsystem kann nicht funktionieren, wenn die betroffenen Mitgliedstaaten wie hier Belgien und die Niederlande die relevanten Informationen absichtlich nicht weitergeben. Ob Pferdefleischskandal oder belastete Eier - ich fordere den Kommissar auf, sich derartigen Betrug zu Lasten der Verbraucher nicht gefallen zu lassen. Die Kommission hat versprochen weitere Untersuchungen anzustellen und die Entwicklung besserer Nachweismethoden von Fipronil in Eierprodukten veranlasst. Zum Glück bestand in diesem Fall wegen der geringen Konzentration zu keiner Zeit ein großes Gesundheitsrisiko für die Verbraucher“.

Das EU-Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed) wird von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt um einen raschen Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten zu ermöglichen. Die Einspeisung von Informationen steht in der Verantwortung der Mitgliedstaaten.

Mehr Informationen zum EU-Schnellwarnsystem finden Sie hier: ec.europa.eu/food/safety/rasff_en

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