Florenz

Glyphosat: Gute Anwendungspraxis unbedingt nötig

Brüssel |

Expertenanhörung im Europäischen Parlament

Heute fand eine gemeinsame Anhörung des Umwelt- und Agrarausschusses zum heiß diskutierten Thema Glyphosat im Europäischen Parlament in Brüssel statt. Dazu äußert sich der CDU-Europaabgeordnete vom Niederrhein Karl-Heinz Florenz, selbst Landwirt und Umweltexperte: "Guter Ackerbau ist auch immer guter und verantwortungsvoller Pflanzenschutz. Daher ist eine ordentliche Ausbildung der Landwirte und gute Anwendungspraxis im Pflanzenschutzbereich notwendig. Ein sorgloses Versprühen ist unverantwortlich, denn die Menge macht das Gift. Glücklicherweise gehören die deutschen Landwirte zu den bestausgebildetsten in Europa. Im privaten Bereich bin ich der Auffassung, dass der Gebrauch eingeschränkt werden sollte. Glyphosat für die Ernteerleichterung einzusetzen, sollte weitgehend verboten werden. Experten der Mitgliedstaaten, die jetzt am Zuge sind, über eine weitere Zulassung von Glyphosat zu entscheiden, haben eine schwierige Aufgabe und eine große Verantwortung."

"Außerdem brauchen wir im Pestizidbereich meiner Ansicht nach mehr Innovation. Die Pflanzenschutzmittel sollten laufend weiterentwickelt werden – in Hinblick auf eine Verringerung ihrer Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen. Daher unterstütze ich die Position des Europäischen Parlaments, nämlich die Zulassung auf eine kürzere Zeit von sieben Jahren zu gewähren, mit dem Ziel der Industrie deutlich zu machen, dass wir auf mittelfristige Sicht Alternativen zu Glyphosat brauchen. Strenge Anwendungsregeln scheinen mir in diesem Zusammenhang sehr wichtig zu sein", sagt Florenz abschließend.

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