Florenz

Innovationen statt russischem Gas!

Brüssel |

Europäische Kommission stellt Energiepaket vor

Heute hat die Europäische Kommission ihr sogenanntes Winterpaket vorgestellt. Darin werden die Ziele der EU im Bereich Energie festgelegt. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein und Mitglied des Umweltausschusses erklärt: "Wir geben jeden einzelnen Tag in der EU über eine Milliarde Euro für den Import fossiler Brennstoffe aus. Dieses Problem nimmt die Kommission mit dem heutigen Paket in Angriff und schlägt ein verbindliches Energieeffizienzziel von 30 Prozent vor  - dies begrüße ich sehr. Kommissionspräsident Juncker und Kommissar Cañete haben Wort gehalten. Die billigste Energie ist die, die wir erst gar nicht verbrauchen. Das verbindliche Ziel garantiert Unternehmern aber auch Bürgern Planungssicherheit. Jeder hier in Europa investierte Euro in innovative Technologien ist besser angelegt als in russischem Gas. Die Kommission geht von einem Wachstumspotential von bis zu 900.000 neuen Arbeitsplätzen aus. Darüber hinaus ist dies auch der effizienteste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu verringern und unseren Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen nachzukommen".

Das Winterpaket der Kommission sieht desweiteren einen höheren Anteil erneuerbarer Energien, wie etwa Wind- und Solarkraft sowie deren bessere Integration in den Energiemarkt vor. „Im Bereich Ökodesign hat sich die Kommission auf die Produkte mit dem größten Energieeinsparpotential konzentriert. Der Bürger spürt dies im Geldbeutel aber nicht beim Komfort: 500 Euro Ersparnis auf der jährlichen Stromrechnung sind so möglich!“, so Florenz.

Das Paket ist Teil der Energieunion, also des von der EU angestrebten unbehinderten Flusses und Handels mit Strom über die Grenzen der Mitgliedstaaten hinweg. Das Vorhaben zählt zu den zehn Top-Prioritäten der Europäischen Kommission.

Das Parlament und der Rat werden nun die Vorschläge der Kommission beraten.

Karl-Heinz Florenz hat seit Rio de Janeiro 1992 an den Klimakonferenzen teilgenommen. In Paris 2015 war er Delegationsleiter der größten Fraktion des Europaparlaments, der Europäischen Volkspartei.

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