Florenz

Nuklearkommission ist erster Schritt

Neukirchen-Vluyn |

Deutschland und Belgien gründen gemeinsame Nuklearkommission

Deutschland und Belgien unterzeichnen heute in Brüssel ein Abkommen über die Zusammenarbeit in Fragen der nuklearen Sicherheit. „Gerade mit Blick auf die Problemreaktoren Doel und Tihange können wir Menschen in der Grenzregion jede Maßnahme die zur Erhöhung der Sicherheit führt nur unterstützen. Belgien muss durch eine grenzüberschreitende Kooperation langfristig in die Lage versetzt werden, die fraglichen Meiler abzuschalten. Die Einrichtung der gemeinsamen deutsch-belgischen Nuklearkommission kann hierzu ein erster Schritt sein. Ich fordere aber auch, dass die Reaktoren Doel und Tihange vom Netz genommen werden bis alle Sicherheitsfragen geklärt sind“, erklärt Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein. „Die Sorgen der Bürger in der Region Aachen und am Niederrhein sind berechtigt. Kernkraft ist für mich ganz klar mit einem Ablaufdatum versehen. Sie ist nicht nachhaltig, sondern teuer und hat viele Risiken. Ich bin überzeugt, dass wir die Versorgungssicherheit durch Innovationen und neue Technologien langfristig auch ohne Atomkraft gewährleisten können“, so Karl-Heinz Florenz.

Das deutsch-belgische Abkommen sieht die Einrichtung einer regelmäßig tagenden Kommission vor, die den Informationsaustausch zwischen beiden Ländern in Fragen der Atomsicherheit erleichtern soll. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wird das Abkommen heute in Brüssel unterzeichnen. Das Atomkraftwerk Tihange liegt rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

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