Florenz

Online-Shopping: EU stärkt Schutz vor Betrügern

Neukirchen-Vluyn |

„Gerade vor Weihnachten nimmt der Geschenkekauf über das Internet erheblich zu. Ich begrüße ausdrücklich, dass sich die EU ganz klar für eine maßgebliche Verbesserung des Verbraucherschutzes beim Online-Shopping eingesetzt hat“, erklärt Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein.

Eine Studie der Europäischen Kommission hatte gezeigt, dass etwa 37 Prozent aller Online-Shopping- und Buchungsseiten gegen EU-Verbraucherrecht verstoßen, indem sie etwa rechtswidrige allgemeine Geschäftsbedingungen anwenden oder die Nutzer nicht über Widerrufsrechte belehren. Der finanzielle Schaden, etwa durch Zusatzkosten, die dem Käufer rechtswidrig in Rechnung gestellt werden, beträgt rund 770 Millionen Euro im Jahr. Europaparlament und Ministerrat einigten sich daher auf besseren Verbraucherschutz.

„Die zuständigen Behörden werden künftig unter anderem befugt sein, durch anonyme Testkäufe unseriöse Geschäftspartner schneller zu erkennen und Geldbußen und Zwangsgelder zu verhängen. So sollen Rechtslücken geschlossen werden, die durch die unterschiedlichen Verbraucherschutzsysteme in den einzelnen Mitgliedstaaten entstanden sind und die sich betrügerische Webseiten zunutze machen", sagt Florenz.

Die Europäische Kommission wird die Maßnahmen gegen betrügerische Praktiken in besonders schweren, grenzüberschreitenden Fällen koordinieren, in denen die Interessen der Verbraucher in mindestens zwei Dritteln aller Mitgliedstaaten betroffen sind.

Der Ministerrat muss der Verordnung noch formell zustimmen, bevor diese in Kraft treten wird.

Den Text der Verordnung im Wortlaut finden Sie hier: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=AMD&format=PDF&reference=A8-0077/2017&secondRef=151-151&language=DE

 

 

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