Florenz

Parlamentarier sagen Bienensterben den Kampf an

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Mehr Forschungsmittel für Varroa-Milben-Bekämpfung gefordert

Die Bienenpopulationen in Europa stehen aufgrund vieler Ursachen unter Druck. Daher widmet sich ein Initiativbericht des Europäischen Parlaments gezielt den Perspektiven und Herausforderungen für den Bienenzuchtsektor in der EU. Die Varroa-Milbe stellt dabei eines der größten Probleme bei der Bienenhaltung dar. „Einige Kolleginnen und Kollegen von der Europäischen Volkspartei und ich werden uns daher in diesem Bericht für Forschungsprojekte und -mittel einsetzen, die die Züchtung von Bienen unterstützen, die gegen die Varroa-Milbe resistent sind. Denn Experten haben herausgefunden, dass manche Bienen mit den Parasiten besser fertig werden als andere. Sie weisen das sogenannte Varroa-sensitive-hygiene-Merkmal auf, das heißt, sie sind in der Lage, die von der Varroa-Milbe befallene Brut zu erkennen und diese aus dem Bienenstock zu beseitigen. Solche Bienenstämme müssen gezielt gezüchtet werden. Der Aufwand für einen kleinen Imker ist aber zu groß, daher ist entsprechende Unterstützung von EU-Seite und koordinierte Forschungszusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten aus meiner Sicht nötig“, erklärt Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein und Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments.

„Die USA ist in der Forschung schon viel weiter. Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen daher ihre Forschungsanstrengungen erhöhen. Genau darauf möchten wir hinwirken. Denn Bienen sind als Bestäuber besonders wertvoll für unsere Landwirtschaft und wichtig für unsere Biodiversität“, so Florenz.

Initiativberichtsentwurf des Europäischen Parlaments über Perspektiven und Herausforderungen für den Bienenzuchtsektor in der EU (2017/2115(INI)): http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-%2f%2fEP%2f%2fNONSGML%2bCOMPARL%2bPE-607.976%2b01%2bDOC%2bPDF%2bV0%2f%2fDE

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