Florenz

Stallpflicht ist richtige Maßnahme bei Vogelgrippe

Straßburg |

Karl-Heinz Florenz (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Umwelt des Europäischen Parlaments, begrüßt die heutige Entscheidung von Bundesminister Horst Seehofer, schneller als geplant Schutzmaßnahmen vor der Vogelgrippe zu ergreifen. Ab der kommenden Woche soll das Freilandverbot bereits in Kraft treten. Auch Geflügelausstellungen und -märkte sollen dann, voraussichtlich zunächst bis Ende April, bundesweit verboten werden. Ursprünglich sollte die Aufstallpflicht erst zum 1. März wieder eingeführt werden.

Der CDU-Europaabgeordnete wies zudem darauf hin, dass neben der erheblichen räumlichen Ausdehnung auch die neuen Fälle bisher lediglich Einzelfälle darstellten und warnte vor unnötiger Panik. Bisher könne nicht von einer Epidemie unter Zugvögeln ausgegangen werden: Wir sehen eine Reihe von bestätigten Fällen oder Verdachtsfällen aus verschiedenen EU-Ländern sowie EU-Nachbarstaaten. Bisher ist jedoch kein massenhaftes Vogelsterben eingetreten. Ich warne daher vor zu großer Aufregung zum gegenwärtigen Zeitpunkt!

Ein sehr wichtiger Aspekt sei die Kommunikation der Verdachtsfälle: So lange die Behörden weiter auf nationaler und internationaler Ebene eng zusammen arbeiten und abgestimmte Maßnahmen treffen, stellt die Vogelgrippe keine wirkliche Gefahr für die EU dar, so Florenz. Es zeige sich, daß die intensive Vorbereitung auf europäischer Ebene sinnvoll und notwendig gewesen sei: Es kommt auf eine schnelle und klare Kommunikation von Verdachtsfällen an. Dann bleibt den EU-Mitgliedstaaten genügend Zeit, über Maßnahmen zu beraten und angemessen zu reagieren, so Florenz abschließend.

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