Florenz

Weniger Verkehrstote in Europa – Technik hilft!

Straßburg |

EU-Parlament fordert obligatorische Fahrerassistenzsysteme

„Fast 50 Prozent aller Verkehrsunfälle ließen sich entweder ganz vermeiden oder in den Auswirkungen drastisch lindern, wenn alle Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen ausgestattet wären“, erklärt Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein. „Hauptunfallursache im Straßenverkehr ist immer noch menschliches Fehlverhalten. Notbremssysteme, Spurhalteassistenten oder Fußgänger- und Radfahrererkennung könnten die Autofahrer daher maßgeblich unterstützen und das Leid auf europäischen Straßen verringern“, so Karl-Heinz Florenz.

„Angesichts der rund 25.500 Toten und etwa 135.000 Schwerverletzten, zu denen die Straßenverkehrsunfälle auf Europas Straßen jährlich führen, sollten wir dankbar für den technologischen Fortschritt sein und die verfügbare Technik auch nutzen und allen Autofahrern zur Verfügung stellen. Da Straßenverkehrssicherheit keine Frage des Geldbeutels sein sollte, unterstütze ich die Initiative für obligatorische Fahrerassistenzsysteme in Neuwagen. Gleichermaßen halte ich die Abschaltbarkeit von bereits vorhandenen Bremssystemen in LKWs für nicht akzeptabel.“

Viele der häufigsten Unfallursachen wie Abbiegen, Wenden, unbeabsichtigte Spurwechsel sowie das Missachten der Vorfahrt könnten durch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen (FAS) verhindert werden. Während etwa 2015 in Deutschland bereits etwa jeder zweite Neuwagen mit Parkassistenten ausgestattet war, war aber nur jedes vierte Fahrzeug mit automatischen Notbremssystemen oder Müdigkeitswarnern ausgestattet. Durch diese Initiative  möchte das Europaparlament die Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen rasch steigern. Nach der sog. Vision Zero der EU-Kommission soll es bis 2050 nahezu keine Verkehrstoten in der EU mehr geben.

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