Florenz

Zukunft der EU-Agrarpolitik: Über den Tellerrand blicken

Brüssel |

"In Europa herrscht aus unterschiedlichen Gründen viel Unzufriedenheit über die derzeitige Agrarpolitik der EU. Unser größtes Problem ist der voranschreitende Biodiversitätsverlust auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen, aber auch dass wir Lösungen, ohne die Landwirte und deren Wissen und Erfahrungen vor Ort miteinzubeziehen, entwickeln. Die Landwirte müssen bei neuen Maßnahmen wieder an Bord sein und ausgeräumte Naturlandschaften sollten der Vergangenheit angehören. Nur so kann es gelingen, dass unsere Landwirtschaft nachhaltiger und robuster wird und für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet ist", kommentiert Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter und Präsident der parlamentarischen Intergruppe Biodiversität, Jagd, ländliche Aktivitäten im Europäischen Parlament, die heute stattgefundene Konferenz zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik im Europäischen Parlament.

Im Rahmen der Konferenz stellte die RISE-Stiftung* ihre Ideen für die 2020 anstehende Reform der EU-Agrarpolitik vor.

"Die nächste Agrar-Reform steht bald an, daher ist jetzt der richtige Moment, um offen über die Zukunft der EU-Agrarpolitik zu diskutieren. Wir haben heute über den Tellerrand geblickt. Was wir brauchen, sind konstruktive, ambitionierte und realistische Ansätze hin zu einer nachhaltigen europäischen Landwirtschaft. Sie muss sowohl die Ernährungssicherheit für eine wachsende Weltbevölkerung sicherstellen, als auch den Umweltanforderungen der Bürger Rechnung tragen sowie den Belangen der Landwirte gerecht werden", so Florenz.

* Die RISE-Stiftung (RISE steht für Rural Investment Support for Europe) beschäftigt sich mit der Gefahr der Nahrungsmittel- und Umweltunsicherheit und konzentriert sich darauf, wie Europa seine Landwirtschaft nachhaltig entwickeln kann. Weiterführende Informationen: http://www.risefoundation.eu/publications

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