Florenz

Mein Klimabeitrag

Als langjähriger Umwelt- und Klimapolitiker und ehemaliger Umweltausschussvorsitzender habe ich mich über viele Jahre dafür eingesetzt, eine verantwortungsvolle Klimapolitik mitzugestalten - auf europäischer und internationaler Ebene. Mit dem Pariser Klimaabkommen 2015 hat meine Arbeit im Bereich Klimawandel ihren Höhepunkt erreicht.

Seit 1992 nahm ich regelmäßig für das Europäische Parlament an den internationalen Klimakonferenzen der Vereinten Nationen teil und war maßgeblich an den Empfehlungen des Europäischen Parlaments für diese Konferenzen beteiligt. Ich war außerdem Mitglied des von 2007 bis 2009 eingesetzten Nichtständigen Ausschusses für Klimawandel im Europäischen Parlament und Berichterstatter für den 2009 verabschiedeten Klimabericht des Parlaments. Mein Ansporn, mich für den Klimaschutz zu engagieren, liegt darin, die Schöpfung für unsere Kinder und Enkelkinder zu bewahren. Und ich predige nicht nur Klimaschutz und Nachhaltigkeit, sondern praktiziere beides auch selbst bei mir auf meinem Hof.

Ich versuche, klimabewusst zu leben und beheize mein Wohnhaus mit Solarthermie. Außerdem erfolgt die Beheizung von Wohn- und Büroflächen sowie der Werkstatt mit einem Scheitholzofen mit 240 kW.Innovative, umweltfreundliche Technologien werden im Kampf gegen den Klimawandel eine entscheidende Rolle spielen. Nichtsdestotrotz hat es jeder Einzelne in der Hand, seinen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine niedrigere Strom-, Gas- oder Ölrechnung zahlt sich zudem in barer Münze aus.

Darüber hinaus wurden auf meinem Hof seit den siebziger Jahren kontinuierlich neue Bäume angepflanzt, die Kohlendioxid aus der Luft binden. Mit diesem Beispiel möchte ich zeigen, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten ein Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.


Sanierung einer Hofanlage mittels Wärmedämmung und Sonnenheizung

Im Frühjahr 2007 wurde auf meinem Hof Groß-Opholt in Neukirchen-Vluyn eine Solarthermie-Anlage mit ca. 280 m2 Solarthermie kombiniert mit einem 1500-Liter-Stückholzkessel von 245 KW installiert. Die dadurch erzeugte Energie wird in einem 10.000 l Vorratsboiler gespeichert und von dort zu 3 Abnahmestellen mit je 1.000 l Vorratsspeicher verteilt. An diesen Vorratsbehälter sind die jeweiligen Wohnungen und Büros bzw. die Werkstatt angeschlossen. Die Anlage stellt Energie für die Heizungsanlage und für das Gebrauchswasser zur Verfügung. Während der Anlaufperiode wurden etwa 1.500 m2 Büro-/Wohnfläche mit Wärme versorgt. 2014 wurde ein Nachbarhaus und Büroraum sowie die Werkstatt angeschlossen. Die zu erzeugte CO2-Reduzierung liegt bei 256 Tonnen CO2 pro Jahr.

Darüber hinaus wurden auf meinem Hof seit den siebziger Jahren kontinuierlich neue Bäume angepflanzt, die Kohlendioxid aus der Luft binden. Mit diesem Beispiel möchte ich zeigen, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Die Möglichkeiten sind vielfältig

Ob durch eine moderne Heizung, effiziente Elektrogeräte, eine Solaranlage, Energiesparlampen oder schlicht die Abschaltung von Geräten bei Nichtgebrauch. Jeder hat es selbst in der Hand, aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Bestandsaufnahme

Die Möglichkeiten Energie- und CO2-Einsparungen zu erzielen, lassen sich in drei Bereiche unterteilen:

  • Reduzierung der Wärmeverluste z.B. durch Wärmedämmung
  • Reduzierung der Umwandlungsverluste z.B. durch effiziente Wärmeerzeuger
  • Wahl eines CO2-armen oder -neutralen Energieträgers z.B. durch Holz oder Sonnenenergie

Thermografie zwecks Ermittlung von Schwachstellen

Nicht alle Möglichkeiten sind in gleicher Weise für jedes Objekt geeignet. Darum steht am Anfang die Bestandsaufnahme.

Zunächst wurde eine Thermografie durchgeführt, um Schwachstellen zu ermitteln. An Hand der Bauunterlagen und einer Ortsbesichtigung wurden für die einzelnen Gebäudeabschnitte die Energiebilanzen erstellt. Anhand einem auf das jeweilige Objekt abgestimmten Maßnahmenkatalog wurden alle relevanten Einsparungen berechnet und dokumentiert. Aus den zur Zeit sinnvollen Maßnahmen wurde ein Paket geschnürt und umgesetzt. 

Konzept

Neben den Dämmmaßnahmen war das Ergebnis, dass es sinnvoll ist, die einzelnen Heizzentralen mit unterschiedlichen Energieträgern (Heizöl, Flüssiggas und Elektrizität) auf eine zentrale Wärmeversorgung umzustellen und diese CO2-neutral zu versorgen. Aus diesem Grund wurde eine Solarthermieanlage mit einem 10.000 Liter Pufferspeicher und einer Kollektorfläche von 280 m2 errichtet.

Ist die Sonneneinstrahlung nicht ausreichend, wird der Speicher mit Scheitholz befeuert. Dies bot sich an, da Holz in ausreichendem Maße zur Verfügung steht und die Infrastruktur hierfür vorhanden ist. Als Reserve steht ein mit Rapsöl befeuerter Ölkessel zur Verfügung. Holz und Rapsöl sind gespeicherte Sonnenenergie.

Energiebilanz für die Gebäude Groß Opholt 1,3 und 5 und den eingesetzten Energieträger vor (links) und nach der Sanierung (rechts).


Hier haben wir dem ökologischen Gleichgewicht auf die Sprünge geholfen durch die Neuanpflanzung von Wald, Wegrändern, Bäumen und Hecken!

Die Kraft der Sonne – Faszination Photovoltaik

Für den Einsatz von Photovoltaik sprechen viele Gründe. Die Sonne liefert uns ihre Energie frei Haus, unbegrenzt und sauber. Ohne Abgase und andere Umweltbelastungen kann durch Solarzellen Strom produziert werden, der das Klima schont. Durch die dezentrale Produktion des Solarstroms und die freie Verfügbarkeit der Sonnenkraft macht Photovoltaik zudem langfristig unabhängig von Energieimporten. Investitionen in Solarstrom unterstützen regionale Wirtschaftskreisläufe, durch die neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger ergreifen die Initiative und installieren Solarstromanlagen auf ihren Dächern. Der Anteil der Photovoltaik an der Stromproduktion nimmt kontinuierlich zu: 1,58 Millionen Photovoltaik-Anlagen sind bereits in Deutschland installiert (Zahl 2016), und allein im letzten Jahr erzeugten Photovoltaikanlagen 38,3 TWh an Strom.

Herausforderungen durch den Klimawandel

Führende Wissenschaftler konnten den Zusammenhang zwischen globaler Erwärmung und den Eingriffen des Menschen nachweisen. Die Bekämpfung des Klimawandels muss deshalb von der Politik entschlossen angegangen werden.

Eine von ökonomischer Vernunft geleitete Förderung regenerativer Energien ist dabei alternativlos. Erneuerbare Energien voranzutreiben, bedeutet nachhaltige Politik zu betreiben.

Meine Solarstromanlage: Eine langlebige Investition für die Zukunft

In den Jahren 2007 bis 2009 wurde auf meinem Hof Groß-Opholt in Neukirchen-Vluyn eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 80 kW installiert. In den folgenden Jahren eine weitere Anlage mit weiteren 100 kW. Dadurch werden jährlich rund 256 Tonnen an klimaschädlichem CO2 eingespart. Die vorhandenen Anlagen werden mit einer SolarLog elektronisch überwacht, deren Funktionalität leider noch zu wünschen übrig lässt. Photovoltaikanlagen haben nach drei bis sechs Jahren die Energie wieder eingespielt, die zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Von diesem Zeitpunkt an gewinnt die Anlage zusätzliche Energie.

Auf unseren Solardächern wurden seit 2014 weitere Solarflächen von ca. 130 Kilowatt-Peak installiert

Bei Photovoltaikanlagen ist von einer Lebensdauer von 25 Jahren auszugehen.
Wahrscheinlich ist aber eine höhere Laufzeit.

Die Anlagen produzieren also bei 30 Jahren Lebensdauer fünf bis elfmal mal soviel
Energie wie zu ihrer Herstellung benötigt wurde.

Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage

 

 

Bei der photovoltaischen Nutzung von Sonnenenergie wird die Strahlung der Sonne mittels Solarmodulen (Solargenerator) in elektrische Energie umgewandelt. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Betreiber einer Solaranlage bezieht den Strom für seine Verbrauchsgeräte in aller Regel aus dem allgemeinen Stromnetz. Dieser Strom speist sich aus einem Energiemix aus fossilen und regenerativen Energieträgern. Mit dem Neuanschluss einer Solaranlage trägt der Anlagenbetreiber jedoch zur Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien im Energiemix bei. Quelle: www.solartechnikberater.de

Finanzielle Förderung der Photovoltaik

Das Gesetz für den „Vorrang Erneuerbarer Energien“, kurz "Erneuerbare Energien Gesetz" oder "EEG", ist ein vom Bundestag im Jahre 2000 erstmals beschlossenes und 2008 novelliertes Gesetz zur Förderung regenerativer Energieträger.

Ziel ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes, den Anteil klimaschonender Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln. Für die Stromgewinnung aus regenerativen Energiequellen bestimmt das EEG feste Vergütungssätze.